Deutsch lernen, Tipps zum Deutschlernen
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Deutschlernen mit einem Privatlehrer? Das spricht dafür.

Deutsch zu lernen kann auf ganz unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Deutsch lässt sich ganz klassisch an der Abendschule erlernen, darüber hinaus gibt es zahlreiche pfiffige Ideen, um mithilfe von Fußballerzitaten, Musik oder Cartoons Deutsch zu lernen. Eine der Königsdisziplinen ist jedoch der Privatunterricht. So lässt sich beispielsweise über Superprof Deutsch lernen. Was dafür spricht und welche Vorteile ein solcher Privatunterricht hat, verrät die folgende Abwägung.

Abbildung 1: Wer auf diese Frage mit „nein, noch nicht“ antworten muss, der könnte mithilfe eines Privatlehrers vergleichsweise schnell Fortschritte machen. Quelle: pixabay.com © geralt (CC0 Public Domain)

Der Privatunterricht ist die flexibelste Form des Deutschunterrichts

Der Privatunterricht ist in vielerlei Hinsicht von Flexibilität geprägt. Um eine Deutschstunde zu koordinieren, braucht es dieselbe Zeit und denselben Raum für genau zwei Personen. Mehr sind nicht nötig, um das Deutschlern-Duo zu komplettieren. Der Zeitpunkt der privaten Deutschstunde sollte vergleichsweise schnell koordinierbar sein. Wiederholt werden darf die Deutschstunde dann so oft es Schüler und Lehrer für gut, wichtig und nötig halten. Berücksichtigt werden sollte bei der Terminvereinbarung die Option, neuen Lernstoff zu lernen, zu vertiefen und einzuüben – zunächst in Eigenregie, dann im Austausch mit dem Privatlehrer.
In puncto Raum gibt es noch weniger Begrenzungen, denn ob der private Deutschunterricht auch in privaten Räumen stattfindet oder ob die Möglichkeiten der Videofonie hier zum Einsatz kommen können, ist abhängig von Lehrer, Schüler und deren Aufenthaltsort. Eine Übersicht zu gängigen Tools zum Videofonieren bietet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

Via Einzelunterricht lassen sich bessere Ergebnisse erzielen

Die Universität Bayreuth hat im Rahmen einer Studie formuliert, dass das Lernen im Einzelunterricht zu besseren Noten geführt haben soll als im Gruppenunterricht. Die Gründe für mehr Effizienz im Einzelunterricht sind vielfältig: Das Lernen erfolgt fokussierter, die Lehrenden können sich auf die Stärken und Schwächen des einzelnen Schülers einlassen und punktgenaue Lernkonzepte anbieten. Die Ablenkung durch Nachfragen anderer Schüler ist nicht vorhanden, das ermöglicht ein besonders intensives Lernumfeld – mit eigenen Fragen, im eigenen Tempo und unter Berücksichtigung des individuellen Lernvermögens.

Abbildung 2: Deutsch in der Theorie zu lernen, ist auch in Eigenregie möglich, denn es gibt eine Fülle an Lernmaterialien, die für diesen Zweck verfügbar sind. Wer jedoch die Sprache auch verbal beherrschen will, muss Gespräche üben. Quelle: pixabay.com © 2298149 (CC0 Public Domain)

Einzelunterricht hilft beim mündlichen Spracherwerb

Während der Spracherwerb (mit dem Ziel eine Fremdsprache zu verstehen) gut in Eigenregie möglich ist, ist es beim Deutschlernen fast unerlässlich, umfangreiche Sprech-Lektionen zu absolvieren, denn zwischen dem geschriebenen und dem gesprochenen Wort gibt es Unterschiede. Gerade im Einzelunterricht, in der direkten Auseinandersetzung mit einem Privatlehrer, kommt das Sprach- und Sprechvermögen bestens zur Geltung. Das Erproben der erlernten Theorie darf nun in der Praxis erfolgen, dabei bietet vor allem der Privatunterricht die Möglichkeit, an Details zu feilen, wie etwa einer korrekten Aussprache. Im Gespräch zwischen Lehrer und Schüler ist es leichter möglich, sich auf die neue Sprache einzulassen als in einer großen Gruppe.

Diese Hürden sind mit Blick auf den Privatunterricht ebenfalls zu nehmen

Der Privatunterricht ist eine praktische Möglichkeit, Deutsch zu lernen – wenn einige Grundbedingungen erfüllt werden können. Dazu zählt zum Beispiel das Gefüge von Lehrer und Schüler. Im intensiven Privatunterricht ist es besonders wichtig, dass hier die Chemie stimmt. Die Motivation, Deutsch zu lernen, muss sehr hoch sein, sonst wird der intensive Privatunterricht zum Kraftakt, der weder Spaß noch Spracherfolge mit sich bringt. Zudem erfordert der Privatunterricht ein Höchstmaß an Selbstbewusstsein, denn Hilfe aus der Gruppe gibt es im 1:1-Privatunterricht nicht. Die sicht- und hörbaren Lernerfolge können nach dem Privatunterricht immens sein, allerdings ist es zwingend erforderlich, eine bestimmte Lernfolge einzuhalten, um langfristige Spracherfolge zu erzielen. So ist es beispielsweise gut und wichtig, dass neu erlernte Inhalte aus dem Privatunterricht in Eigenregie nachbearbeitet und eingeübt werden. So sollten Unterricht und Nachbearbeitung stets aus neuen und vertiefenden Inhalten sowie aus Wiederholungen bestehen, die das Erlernte festigen.

Abbildung 3: Privatunterricht bedeutet intensives Sprachtraining. Wichtig dafür ist auch, dass die Chemie zwischen Schüler und Lehrer stimmt. Quelle: pixabay.com © geralt (CC0 Public Domain)

Tipps aus der Praxis: Wann ist ein Privatlehrer sinnvoll?

Überlegungen darüber anzustellen, ob ein Privatlehrer eine sinnvolle Investition wäre, um Deutsch zu lernen, hat unter einigen Voraussetzungen durchaus Sinn. Dieser Fall aus der Praxis zeigt, wann ein Privatlehrer schneller und effektiver zum guten Sprachvermögen führt.

  • Wer den Sprung ins Ausland gewagt hat, der kann mit einem Privatlehrer vergleichsweise schnell einen großen Sprung in Richtung Spracherwerb erleben – größer als beim Besuch eines wöchentlichen Deutschkurses und auch größer als im Gruppenunterricht. Wichtig ist der Spracherwerb vor allem, um in der neuen Heimat Fuß zu fassen. Behördengänge, die Arbeitswelt und auch die Freizeitangebote sind nutzbar – wenn eine verbale Artikulation möglich ist.

Auch wer innerhalb eines Landes umgezogen ist und neben der Neuorientierung am neuen Wohnort auch noch sprachliche Defizite zu stemmen hat, kann mit einem Privatlehrer vergleichsweise schnell gute Ergebnisse erzielen – beispielsweise auch, um besser in der Schule mitzukommen oder um sich ein Privatleben aufbauen zu können.

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