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aufmachen | Konjugation, Bedeutungen, Beispiele, Synonyme & mehr

aufmachen - öffnen

aufmachen

etwas aufmachen
jemandem (etwas) aufmachen
sich aufmachen

Konjugation

Präsens
ich mache auf | du machst auf | er/sie/es macht auf
Präteritum
er/sie/es machte auf
Perfekt
er/sie/es hat aufgemacht

Einfaches Verb: machen

Bedeutungen und Beispiele

1. etwas öffnen (A1)

etwas aufmachen
jemandem (etwas) aufmachen

  • Die Schüler machen das Buch auf.
  • Kannst du bitte das Fenster aufmachen?
  • Wer hat das Fenster aufgemacht und vergessen, es wieder zu schließen? Vergesst bitte nicht, die Fenster zuzumachen, wenn ihr aus dem Haus geht!
  • Ich habe meinen Haustürschlüssel vergessen. Würdest du mir bitte die Tür aufmachen?
  • Ich will rein. Mach mir bitte auf!
  • Hast du den Brief schon aufgemacht?
  • Denk nach, bevor du den Mund aufmachst!
  • Ich schaffe es nicht, das Marmeladenglas aufzumachen. Ich kriege es einfach nicht auf.
  • Es steht dir gut, wenn du die Haare aufmachst. Ich finde, du solltest deine Haare öfter offen tragen und dir nicht immer diesen Zopf machen.
2. öffnen (A1)

aufmachen

  • Wann macht der Supermarkt auf?
  • Der Supermarkt macht um 7 Uhr auf und um 21 Uhr zu.
  • Die meisten Museen machen am Montag gar nicht auf. Sie sind montags geschlossen.
  • Können Sie mir bitte sagen, wann das Einwohnermeldeamt aufmacht?
3. eröffnen; gründen (B1)

etwas aufmachen

  • Diese Buchhandlung hat 2016 aufgemacht.
  • Sie haben den Traum, eine kleine Buchhandlung aufzumachen, nun verwirklicht.
  • Ich würde gern mein eigenes Geschäft aufmachen.
  • In diesem Stadtteil haben zahlreiche Geschäfte aufgemacht.
  • Zunächst musst du bei einer Bank ein Konto aufmachen.
  • Er hat in der Altstadt eine Kneipe aufgemacht. Zur Eröffnung sind viele seiner Freunde gekommen.
  • Sein Unternehmen ist sehr erfolgreich. Sie machen jetzt schon die achte Filiale auf.
4. sich auf den Weg machen (B2)

sich (zu etwas) aufmachen

  • Wenn wir uns nach dem Mittagessen aufmachen, werden wir gegen Abend zu Hause sein.
  • Der Ausflug wird morgen wie geplant stattfinden. Treffen ist um acht Uhr und um Viertel nach acht werden wir uns nach Köln aufmachen.
  • Wir sollten uns jetzt langsam zum Spaziergang aufmachen.
  • Wann macht ihr euch auf, uns zu besuchen?
  • Ich mache mich sofort auf, dieses Buch zu kaufen.
5. in einer Zeitung oder Zeitschrift eine Schlagzeile, eine Nachricht oder ein Bild als Aufmacher auf der Titelseite präsentieren (C1)

mit etwas aufmachen

  • Morgen werden die meisten Zeitungen mit dieser Schlagzeile aufmachen.
  • Es war damit zu rechnen, dass die Zeitung mit diesem Skandalfoto aufmachen würde.
  • Dieses Interview wird der Aufmacher für die nächste Ausgabe der Zeitschrift.
6. gestalten; dekorieren (C2)

etwas + Adjektiv aufmachen

  • Der Blog ist mit den Bildern und Illustrationen sehr schön aufgemacht.
  • Die Webseite muss so aufgemacht sein, dass sie die Besucher direkt anspricht und so auf der Seite hält.
  • Die Schaufenster des Ladens sind sehr hübsch aufgemacht.
  • Die Zeitschrift ist sehr elegant aufgemacht.
  • Schau dir mal an, wie sie aufgemacht ist, mit diesen schrillen Klamotten und der Perücke!
  • Die Aufmachung des Buches ist sehr ansprechend.
aufmachen - alle Bedeutungen mit Beispielen
Alle Bedeutungen von aufmachen

Synonyme und Verben mit ähnlicher Bedeutung

öffnen [1]
öffnen [2]
eröffnen; gründen; starten; ins Leben rufen [3]
aufbrechen; losgehen; losfahren [4]
gestalten; dekorieren; herrichten [6]

Antonyme/Gegenwörter

zumachen; schließen [1-3]

Redewendungen

ein Fass aufmachen
  1. ausgelassen feiern
  2. einen neuen Aspekt nennen, der zu weiteren Diskussionen führt
  3. wegen etwas für Aufregung sorgen; viel Aufhebens wegen etwas machen
  • Wenn der Kurs zu Ende ist und wir alle bestanden haben, machen wir ein Fass auf. (1)
  • Ich will wirklich kein neues/weiteres Fass aufmachen, aber die Frage nach den Ursachen für diese Probleme muss einfach gestellt werden. (2)
  • Jetzt machen Sie doch wegen dieser Sache nicht so ein Fass auf! Das ist doch völlig übertrieben. (3)
eine Milchmädchenrechnung aufmachen

unrealistische Erwartungen äußern, die auf Trugschlüssen und Illusionen aufbaut

  • Wir sollten auf dem Boden der Tatsachen bleiben und keine Milchmädchenrechnung aufmachen. Es ist wirklich wichtig, jetzt auf dem Teppich zu bleiben.
  • Da wird doch eine Milchmädchenrechnung aufgemacht. Die erwarteten Einnahmen basieren auf ganz unrealistischen Berechnungen.

Wortbildungen

Nomen: die Aufmachung

Lernvideo

Konjugation, Bedeutung und Beispiele | Illustration von Delia Tello

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