Alle Artikel mit dem Schlagwort: Deutschlerner schreiben C1

Promovieren in Deutschland – von Mercedes Herrera aus Piura, Peru

Promovieren in Deutschland Freilich gilt Deutschland weltweit als eine Art wissenschaftliches Paradies. Viele Nachwuchswissenschaftler, Wissenschaftler und Doktoranden aus verschiedenen Ländern kommen gerne nach Deutschland. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle. Deutschland bietet wie fast kein anderes europäisches Land hervorragende Bedingungen, um hier die Promotion zu absolvieren oder einen Forschungsaufenthalt durchzuführen. In diesem Land befinden sich viele bekannte Wissenschaftler, Professoren und Forscher, mit denen man in verschiedenen Forschungsgruppen oder Netzwerken zusammenarbeiten kann. Dieser Austausch wird von denjenigen, die nach Deutschland kommen, besonders geschätzt, zumal sich Wissenschaftler aus der ganzen Welt in Deutschland treffen. In dieser Atmosphäre bietet sich die Möglichkeit, internationale Kontakte zu knüpfen, tragfähige Beziehungen aufzubauen und ganz verschiedene Leute kennenzulernen. Ein deutscher Doktortitel öffnet fast jede Tür im Ausland. Natürlich ist die Promotion oder ein Forschungsaufenthalt eine riesige Herausforderung. Man braucht Durchhaltevermögen und Disziplin. Die Betreuung durch den Doktorvater spielt dabei die wichtigste Rolle, weil man am besten mit der Arbeit vorankommt, wenn es Feedback von dem Betreuer gibt.  Manchmal werden ebenso Workshops veranstaltet, wo die Doktoranden und die Forscher über ihre Forschungs- oder …

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Auf einem magischen Gipfel – von Vika Mirianashvili aus Telawi, Georgien

Auf einem magischen Gipfel Irgendwo hoch oben auf dem Gipfel steht ein kleines, merkwürdiges, aber gemütliches Haus, von dessen Existenz niemand auf der Welt weiß. Das Haus befindet sich in einem luftleeren Raum, ist magisch und obendrein für viele Leute unsichtbar. Ein Blick von dort oben und man bekommt so ein Gefühl, als ob die ganze Welt dieser einen bestimmten Person gehöre. Aber diesen besonderen Blick zu genießen war bis heute nur wenigen Leuten vergönnt. Eine von diesen Personen bin ich. Da oben in der Nähe von den Wolken ist es kalt, und das hängt nicht von den Jahreszeiten ab, denn hier ist es immer kalt. Es weht ein verdammt strenger Wind, der Wind der Einsamkeit und Traurigkeit, der dir unter die Haut und bis in die Knochen fährt, der in dir das fließende Blut erst stoppt und dann gefrieren lässt. Wenn der Wind merkt, dass er sich zu streng benimmt, drosselt er ein bisschen seine Geschwindigkeit und erst danach erkennt man das Ganze. Du bist ganz, ganz oben und frei wie ein Vogel. Alles …

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Unglücklich verliebt – von Vika Mirianashvili aus Telawi, Georgien

Unglücklich verliebt Wenn ich gewusst hätte, was du aus mir machen würdest, hätte ich dich lieber niemals kennengelernt, denn du hast mich total zerstört, du hast mich innerlich kaputtgemacht und danach umgebracht. Jeder verdammte Tag ist voller Schmerz, jeden Tag fließen heiße Tränen aus meinen Augen, die Tränen, die beweisen, dass ich dich immer noch vermisse und liebe. Verdammt! Wie kann man dich nach alldem weiterhin lieben?! Aber du bist trotz allem ganz tief in meinem Herzen, es fühlt sich so an, als ob du in mir lebtest, und ich dich, egal wohin ich gehe, in mir tragen würde. Als ob mein Herz dein Zuhause wäre und dich niemand zwingen könnte, daraus zu verschwinden. Aber du gehörst nicht zu mir, also geh weg, verschwinde aus meinem Leben, geh endlich! Nimm den Schmerz, die Erinnerungen und alle meine Gefühle mit, die ich nur für dich empfand und immer wieder empfinde, und komm nie wieder zurück! Quäl mich doch nicht mehr weiter, ich kann das alles nicht mehr ertragen, hätte mir nie vorgestellt, dass ich wegen dir …

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Mein Erlebnis – von Shyamala aus Madurai, Indien

Ein Erlebnis aus meiner Kindheit Als Kind faszinierte mich alles. Besonders die ersten Erfahrungen. Madurai heißt meine Heimat, eine kleine Stadt in Südindien und stolzer Besitzer des Meenakshiamman Tempels. Mit 12 besuchte ich zum ersten Mal mit meiner Familie das Volksfest. Der Platz war schrecklich überfüllt, trotzdem fiel er mir angenehm auf. Es gab viele kleine Stände. Auf einer Seite wurden bunte Süßigkeiten angeboten: Eis, Zuckerwatten und klebrige Schokolade. Auf der anderen gab es viele Spielzeuge. Ich wünschte mir mehr Augen, um alles betrachten zu können. Mein Bruder und ich waren bereits mit großen rosafarbenen Zuckerwatten beschäftigt. Danach gingen wir zu einem Stand, der die Männer in Massen anzog. Da sahen wir eine Meerjungfrau! Auf dem Land! Dann besuchten wir ein Spukhaus, wo das Geschrei der Menschen uns mehr erschreckte als der Spuk. Und wir probierten alle Fahrten: mit einem einschüchternden Riesenrad und auf einem Schiff, das sich in die Luft erhob. Besonders beeindruckend war das Karussell. Nach dieser Fahrt war ich mit den Wissenschaftlern einverstanden, dass die Erde sich dreht. Als wir unsere Augen …

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Tagebuch: Die ersten Tage meines Studiums – von Maria Kulik aus Lublin, Polen

Das Leben einer Erstsemestlerin der Angewandten Linguistik Donnerstag, 1. Oktober 2009 Der Wecker klingelt. Ich öffne meine Augen. Meine Hand wandert zum Nachtschränkchen und es ist wieder leise. Gedankenversunken bleibe ich im Bett liegen. Das wird ein ungewöhnlicher Tag werden… Der Anfang einer neuen Etappe in meinem Leben. Studium… Zeit des Wissensgewinns und neuer Erfahrungen, Zeit der Selbstständigkeit. Nach einer Weile blicke ich auf die Uhr. Tja, ich muss schon aufstehen. Das Wetter ermuntert zwar nicht gerade dazu, einen Spaziergang zu machen, aber elegant gekleidet gehe ich mutig zur Universität. Obwohl noch ungefähr 15 Minuten Zeit bis zum Beginn bleiben, hat sich schon eine ganze Schar von Menschen vor dem Eingang angesammelt. Schwarz-weiß, weiß-schwarz…, alle sind feierlich gekleidet. Ach, eine geht in rosa! – Ja, die will sich sicherlich von den anderen abheben. In der Menge huschen bekannte Gesichter vorbei… Endlich fängt die Feier an. Jeder tritt einzeln in den großen Saal ein, nachdem sein Name vorgelesen worden ist. Mit wachsender Ungeduld warte ich darauf, dass ich an die Reihe komme. Plötzlich taucht eine Frau …

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Das Wünsche erfüllende Elixier – ein Märchen von Paulina und Paulina aus Lublin, Polen

Das Wünsche erfüllende Elixier Herzlichen Dank an Charlotta, die uns inspirierte „Wilhelm, wahrscheinlich vermutest du, warum ich dich rufen ließ“, sagte ein molliger, kahlköpfiger Mönch. „Ich ahne es“, antwortete der junge Mann. „Du bist der tapferste Ritter, der bis jetzt im Mittelalter lebte. Ich habe eine Mission für dich. Prinzessin Brunhilde stach sich mit der Spindel in ihren Finger und deswegen fiel sie ins Koma. Sie schläft seit zwei Monaten ununterbrochen und niemand weiß, wie sie zu wecken ist. Würdest du das Rätsel lösen?“ „Ja“, stimmte der Jüngling mit Nachdruck zu. „Du musst dir bewusst sein, dass dich eine schwere Expedition erwartet. Am Anfang musst du die alte Morla, die sehr klug ist, finden. Die Frau wohnt in dem Land, wo ständig Winter herrscht. Es gibt noch etwas, das du wissen musst: Die alte Morla ist ganz taub“, warnte der Mönch. „Trotzdem übernehme ich es, diese Aufgabe zu lösen“ antwortete Wilhelm. „Ich glaube fest, dass du mit der Aufgabe zurechtkommst.“ Mit diesen Worten brachte der Mönch das Gespräch zu Ende. Nach dem Gespräch machte sich …

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