Alle Artikel mit dem Schlagwort: Deutschlerner schreiben B2

Positiv denken – Gefühle spielen eine wichtige Rolle – von Ihsan Ghiandy aus Bandung, Indonesien

In dieser Woche muss ich zwei Tests machen. Der Test heißt „Zertifikat für indonesische Deutschstudierende (ZiDS)“. Den ersten Test habe ich heute gemacht und ich habe ihn bestanden. Nach dem bestandenen Test muss ich noch die Prüfung im mündlichen Ausdruck machen. Sie findet am Freitag, den 17. Juni 2016 statt. Dann werde ich das Zertifikat erhalten, das ich später brauche, damit ich mein Studium abschließen kann. Das ist nämlich gar nicht so einfach. Für die Vorbereitung des Tests habe ich etwa ein Semester gebraucht. Tag ein Tag aus habe ich viel geübt. Ich glaube an ein Sprichwort: Übung macht den Meister! Jetzt sitze ich auf dem Sofa, klappe meinen Laptop auf und schreibe einen Text. Denn ich habe schon lange keinen Text mehr für deutschlernerblog.de geschrieben. Hoffentlich gefällt euch der Text gut.

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Die Berliner Tafel – von Lac aus Vietnam

Die Berliner Tafel Heute habe ich im Internet einen Artikel über die Berliner Tafel gelesen. Mit diesem Thema muss man sich befassen, denn das Projekt hilft armen Menschen. Deshalb sollte jeder das Projekt „die Berliner Tafel“ unterstützen. Man muss besonders betonen, dass die Berliner Tafel Lebensmittel vor dem sinnlosen Abfalltod bewahrt und sie den Leuten gibt, die diese gut gebrauchen können: Menschen mit wenig Geld und Kindern aus armen Familien. Außerdem spielt die Berliner Tafel noch eine andere wichtige Rolle: Sie hilft den Menschen, sich gemeinsam mit anderen gesund zu ernähren.

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Die Rolle des Geldes – von Lac aus Vietnam

Die Rolle des Geldes Heute kann niemand abstreiten, dass Geld eine wichtige Rolle in unserem Leben spielt. Aber Geld ist nicht alles. Für mich ist Geld nur ein Mittel, das den Leuten hilft, Waren untereinander auszutauschen. Viele Leute neigen dazu, von Geld abhängig zu sein. So gibt es z.B. Frauen, die mit reichen Männern verheiratet sein wollen, um auf diese Weise ein besseres Leben zu haben. Es ist allerdings keine Garantie für ein frohes Leben. Reichtum und Armut sind relative Begriffe. Wenn man wenig Geld hat, bedeutet das nicht unbedingt, dass man arm ist. Man hat vielleicht wenig Geld, aber dafür viele Freunde oder eine schöne Frau und ein glückliches Leben. Natürlich ist man dann nicht arm. Jeder weiß, dass Geld zwar seine Kraft hat, aber manchmal spielt das keine Rolle im Leben. Denn man kann keine Freundschaft kaufen, man kann ein schönes Haus kaufen, aber nicht das Glück. Ich kann mir vorstellen, dass das Leben ohne Geld schwierig ist, deshalb ist es sehr wichtig, das Geld vernünftig zu benutzen. Lac kommt aus Vietnam und …

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Zeitreise ins Deutschland der 50er Jahre – von Helga aus Oviedo, Spanien

Zeitreise ins Deutschland der 50er Jahre Die Phase der deutschen Geschichte, für die ich mich besonders interessiere, sind die 50er Jahre. Der Krieg war vorbei. Trotz der Niederlage begann das Land einen eindrucksvollen Wiederaufbau. Es überrascht mich, dass Deutschland nach dem Krieg eine solche wirtschaftliche Entwicklung erreicht hat. Dieses Wirtschaftswunder, das in der 50er Jahren anfing, ist der Grund meiner Begeisterung für dieses Jahrzehnt. Wie lebten die Menschen damals in Deutschland? Wie war der Wohnstil, die Mode, die Musik? Welche Filme waren aktuell? Welche Verkehrsmittel benutzten die Leute? Interessierten sie sich für Sport? Und was die Literatur betrifft: Wer waren die Hauptschriftsteller? Die Wohnungseinrichtung war sehr wichtig für die Deutschen. Viele hatten in ihren Wohnzimmern futuristische, moderne Möbel: Tütenlampe, Nierentisch, Polstersessel, Ohrensessel und Cocktailsessel, alles in schöner Pastellfarbe. Damals war Elvis Presley das Idol in Deutschland wie auch in anderen Ländern. Nicht nur Rock ’n‘ Roll-Songs, sondern auch deutsche Musik war ein riesiger Erfolg. Leute wie Peter Alexander, der „Die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere“ sang, und Caterina Valente mit ihrem „Ganz Paris …

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Meine Reise nach Lissabon – von Helga aus Oviedo, Spanien

Meine Reise nach Lissabon Ich möchte euch heute von einer Reise erzählen. Das Ziel: Lissabon. Ein interessantes Reiseziel für eine Brasilianerin. Portugal ist das wichtigste Reiseland für Brasilianer, die nach Europa kommen und ihren Horizont erweitern wollen. Natürlich teilen Portugal und Brasilien viele Dinge: die Sprache (Portugiesisch), die Geschichte, die Religion und viele Traditionen. Nicht ohne Grund ist Kaffee eine Tradition in Brasilien. Er hat eine große wirtschaftliche Bedeutung und hat in der Vergangenheit eine sehr wichtige Rolle für die Entwicklung unserer Gesellschaft gespielt. Deshalb ist es für die Brasilianer schön, das beliebte Café A Brasileira in Lissabon zu besuchen. 1905 wurde dieses Café in der Straße Rua Garrett im Viertel Chiado eröffnet, um dort den echten brasilianischen Kaffee anzubieten. Früher konnte man dort bekannte Persönlichkeiten wie die Schriftsteller Eça de Queiroz und Fernando Pessoa sehen. Die Hauptstadt von Portugal hat eine Kleinbahn, Elétrico genannt, die durch ganz Lissabon fährt. Es ist sehr lustig, mit diesem Verkehrsmittel zu fahren. Ich habe sehr viel Spaß dabei gehabt! Das Schloss von São Jorge befindet sich auf dem …

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Nicht das Ende der Welt – von Ali Mansour aus Kairo, Ägypten

Das ist nicht das Ende der Welt Jedem von uns begegnen viele Probleme. Hauptsache, man flieht nicht vor ihnen, sondern versucht, sie zu bewältigen. Je älter man wird, desto genauer sieht man, dass die Probleme, die man früher hatte, nichts sind im Vergleich zu denen, mit denen man gerade beschäftigt ist. Und das geht immer so weiter. Man darf aber nie die Hoffnung aufgeben und muss versuchen, die Probleme wirklich zu lösen. Mein Vater war meistens gegen viele meiner Entscheidungen. Er dachte, ich liege total falsch oder ich mache mein eigenes Leben kaputt. Sogar meine Familie dachte, ich wäre ein Versager. Weil sie sahen, dass ich nicht so viel lernte. Aber sie wussten nicht, dass schon eine Stunde für mich reichte, um ganze Bücher durchzulesen, um sie im Kopf zu behalten. Auch meine Freunde waren total erstaunt, weil ich mir gar keine Mühe geben musste. Aber auf der anderen Seite bekam ich sehr gute Noten. Sie wussten nicht, wie ich das schaffte. Mein Leben war sehr ordentlich, was niemand, der mich kennt, nachvollziehen kann. Ja, …

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Ich weiß – ein Gedicht von Hassen Dif aus Algerien

 „Ich schreibe über den Schmerz, wegen des Schmerzes und mit schmerzhafter Sprache.“ Das sagt der Dichter Hassen Dif aus Algerien über seine Texte. Und wenn ihr seinen ersten Text hier im Blog gelesen habt, so wisst ihr, wie sehr das stimmt. Auch dieses Gedicht von Hassen Dif ist voller Melancholie und Schmerz. Ich weiß Ich weiß, Dass ich da sitzen muss Wo die toten Zweige des Herbstes Ein melancholisches Stück singen, Wo mich die Einsamkeit erwartet, Wo keine Blume wächst, Und wo die Sonne nicht aufgeht. Ich weiß, Dass ich für immer leiden werde, Wenn ich glücklich zu sein versuche, Wenn ich an Farben glaube, Oder wenn ich auf mein Herz höre. Ich weiß, Dass ich nicht der Mensch bin, Der zum Lächeln geboren wurde. Und deswegen werde ich nie mehr träumen.   Der Dichter Hassen Dif wurde am 20. Mai 1991 in Algerien geboren und studiert an der Universität Algier 2 Germanistik. Sein erstes Gedicht schrieb er mit 15 Jahren und erhielt dafür 2006 einen Preis für Dichtkunst seiner Heimatstadt. Seit etwa einem Jahr …

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Der Hellseher – eine Erzählung von Helga aus Oviedo, Spanien

Der Hellseher Als ich 10 Jahre alt war, verbrachte ich meinen Urlaub mit meinen Geschwistern, meiner Tante und meinen Cousins auf dem Bauernhof meines Großvaters. Meine Eltern waren nicht da, weil sie auf einer langen Reise in Argentinien waren. Ich war ein sehr naives und feinfühliges Kind, das sich ohne seine Eltern immer unsicher und bedrückt fühlte. Aus diesem Grunde war ich damals, obwohl ich an einem wunderbaren Ort war – es gab ein großes Schwimmbad und viele Bäume, auf die ich gern kletterte – eher traurig, denn ich vermisste meine lieben Eltern. Eines Tages kam Edmilson, der Hausmeister, der immer mit uns Kindern spielte, und fragte mich: „Helga, möchtest du wissen, in welchem Alter du sterben wirst?“ Die anderen Kinder waren davon begeistert, meine Zukunft zu erfahren. Aber ich, ich war entsetzt und antwortete: „Nein!“ Doch Edmilson, durch die Schreie der Kinder ermutigt, ging in sein Haus und brachte ein leeres Blatt Papier, das er uns zeigte. Dann nahm er ein Kohlestück und strich mit der Kreide aus Kohle über das Blatt. Angsterfüllt und …

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