Deutsch mit Cartoons
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Redewendungen mit Fuß / Füße – Deutsch lernen mit Cartoons / 07

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Im siebten Teil der Reihe Deutsch lernen mit Cartoons geht es mal wieder um deutsche Redewendungen. Es gibt sehr viele Redewendungen, in denen Körperteile vorkommen. Hier lernt ihr Redewendungen mit Fuß bzw. Füße.

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Redewendungen mit Fuß / Füße

auf großem Fuß leben = luxuriös/teuer/aufwendig leben; viel Geld ausgeben

Sie haben immer auf großem Fuß gelebt und auf nichts verzichtet: Reisen, teure Autos, teure Restaurants usw. Und das, obwohl sie eigentlich nicht so viel Geld verdient haben.

bei jemandem die Füße unter den Tisch stellen = bei jemandem wohnen und sich versorgen lassen; bei jemandem immer mitessen; bei jemandem leben

Vater zum Sohn: „Solange du in meinem Haus die Füße unter den Tisch stellst, musst du dich an bestimmte Regeln halten.“

den Fuß in die Tür bekommen/kriegen = Einfluss erlangen; langsam Einfluss gewinnen

den Fuß in der Tür haben = Einfluss haben

Ich habe die Hoffnung, dass ich dank dieses Praktikums bei dieser Firma einen Fuß in die Tür kriege. Man weiß ja nie, vielleicht kann ich dann ja nach meinem Studium dort einen Job bekommen.

Fuß fassen = sich eingewöhnen

Am Anfang habe ich mich in der neuen Stadt recht fremd gefühlt, aber dann habe ich langsam Fuß gefasst und jetzt fühle ich mich richtig wohl.
Ich habe mich selbstständig gemacht und eine eigene Firma gegründet. Jetzt muss ich sehen, dass ich langsam Fuß fasse und die ersten Kunden gewinne.

gut zu Fuß sein / nicht gut zu Fuß sein / schlecht zu Fuß sein = gut/nicht gut/schlecht gehen/laufen können

Sie geht jeden Tag mindestens zwei Stunden spazieren. Für ihre 87 Jahre ist sie noch ganz gut zu Fuß.
Ich werde nicht an der Wanderung teilnehmen, weil ich im Moment nicht gut zu Fuß bin.

jemandem auf den Fuß/die Füße treten = jemanden beleidigen; jemandem etwas Unangenehmes sagen

Ich möchte dir nicht auf die Füße treten, aber das hättest du wirklich anders machen sollen.
Ich hoffe, dass ich mit dieser Bemerkung niemandem auf die Füße getreten habe, aber ich bin der Meinung, dass dies einmal gesagt werden musste.

sich auf den Fuß/die Füße getreten fühlen = sich beleidigt/benachteiligt fühlen

Sei vorsichtig, wenn du mit Frank sprichst, er fühlt sich immer direkt auf die Füße getreten.

jemandem den (ganzen) Kram/alles vor die Füße schmeißen/werfen = verärgert aufgeben; nicht weitermachen; eine Arbeit verärgert/im Zorn aufgeben

Irgendwann hatte ich es satt und wollte nicht mehr weitermachen, deshalb habe ich ihm den ganzen Kram vor die Füße geschmissen/geworfen.
Mein Chef will, dass ich diese Aufgabe so schnell wie möglich erledige, aber es ist so viel Arbeit, dass ich manchmal Lust habe, ihm den ganzen Kram vor die Füße zu schmeißen/werfen.

jemanden auf dem falschen Fuß erwischen = jemanden unvorbereitet antreffen; jemanden zu einem ungünstigen Zeitpunkt/im falschen Moment fragen/treffen

Es tut mir leid, aber auf diese Frage kann ich Ihnen jetzt nicht antworten, da haben Sie mich auf dem falschen Fuß erwischt.
Ich kann gar nicht verstehen, warum er so unfreundlich war, normalerweise ist er doch ganz nett. Vielleicht habe ich ihn einfach auf dem falschen Fuß erwischt.

jemanden auf freien Fuß setzen = jemanden freilassen; jemanden aus der Haft/aus dem Gefängnis entlassen

Da kein dringender Tatverdacht bestand, wurde der Verdächtige wieder auf freien Fuß gesetzt.

kalte Füße bekommen/kriegen = unsicher werden; Bedenken/Angst bekommen Man hat sich etwas vorgenommen, tut es dann aber doch nicht, weil man Bedenken/Angst bekommen hat.

Eigentlich wollte ich mich mit ihr treffen und ihr die Wahrheit sagen, aber dann habe ich kalte Füße bekommen/gekriegt und habe das Treffen abgesagt.

keinen Fuß auf den Boden/die Erde bekommen/kriegen = keinen Erfolg haben; erfolglos sein

Ich habe die Firma jetzt seit vier Monaten, aber ich finde einfach nicht genug Kunden und bekomme nicht genug Aufträge. Ich bekomme/kriege keinen Fuß auf den Boden.
Ich bekomme/kriege einfach keinen Fuß auf den Boden, ich bin jetzt schon acht Monate arbeitslos und finde keinen Job.

keinen Fuß vor die Tür/vors Haus setzen = das Haus nicht verlassen

Bei diesem schlechten Wetter werde ich keine Fuß vor die Tür/vors Haus setzen.

mit dem falschen/linken Fuß (Bein) zuerst aufstehen/aufgestanden sein = schlechte Laune haben; einen Pechtag haben

Was machst du denn für ein Gesicht? Du bist wohl mit dem falschen/linken Fuß zuerst aufgestanden.
Heute geht alles schief, ich bin wohl mit dem falschen/linken Fuß zuerst aufgestanden.

mit einem Fuß/Bein im Grab stehen = todkrank sein; dem Tod nahe sein

Er  fährt sehr schnell und unvorsichtig Auto, er steht schon mit einem Fuß/Bein im Grab.

mit jemandem auf gutem Fuß stehen = sich gut mit jemandem verstehen; ein gutes Verhältnis mit jemandem haben

Er steht mit seinem Vorgesetzten auf gutem Fuß.

mit jemandem auf (dem) Kriegsfuß stehen = sich schlecht mit jemandem verstehen; ein schlechtes Verhältnis mit jemandem haben

Er steht mit seinen Schwiegereltern auf Kriegsfuß.

sich auf eigene Füße stellen = sich selbstständig machen

Ich habe entschlossen, mich auf eigene Füße zu stellen und eine Firma zu gründen.

auf eigenen Füßen stehen = selbstständig sein

Ihr Sohn wollte endlich auf eigenen Füßen stehen und ist deshalb von zu Hause ausgezogen.

sich die Füße/Beine vertreten = spazieren gehen (normalerweise, nachdem man lange gesessen hat)

Die Autofahrt dauert jetzt schon vier Stunden. Wir sollten einmal anhalten, um uns ein bisschen die Füße/Beine zu vertreten.

sich kalte Füße holen = einen Misserfolg haben; auf Ablehnung stoßen

Ich habe sie um Unterstützung gebeten, aber da war nichts zu machen, ich habe mir nur kalte Füße geholt.

über die eigenen Füße stolpern = sich selbst behindern

Manchmal steht sie sich selbst im Wege und stolpert über ihre eigenen Füße.

von Kopf bis Fuß = ganz; von oben bis unten; durch und durch

Sie ist eine Pazifistin von Kopf bis Fuß.

weder Hand noch Fuß haben = unlogisch sein; schlecht argumentiert/begründet sein

Deine Argumente haben weder Hand noch Fuß.
Was du da sagst, hat weder Hand noch Fuß.

wie eingeschlafene Füße schmecken = scheußlich/sehr schlecht/fad schmecken

Das Essen ist ja ekelhaft, das schmeckt wie eingeschlafene Füße.

PDF zum Herunterladen und Ausdrucken für zu Hause und den Deutschunterricht

Veröffentlichung des Cartoons mit freundlicher Genehmigung von Michael Scholten.

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